Donnerstag, 18 August 2016 22:36

Sandmans.Dark auf Tuning-Events?

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Kommt der Sandmann zurück?!

Fast schon täglich, gerade in den letzten Tagen, kommen immer wieder die Fragen auf, wieso ich mich von Tuning Veranstaltungen fern halte und ob ich wieder zurück kommen werde und wieder fotografisch dort aktiv werde.

In den folgenden Zeilen erkläre ich, was mich dazu bewegte, mich zurück zu ziehen und was die Zukunft mit sich bringen wird.  

 

 

Ende 2014 hieß es nach 7 immer erfolgreicheren Jahren "Goodbye" im Bereich der Tuning-Veranstaltungen. Jährliche Einladungen zu diversen Events wurden immer mehr, im Jahr 2012 waren es gesamt 21 Einladungen, was bisher das erfolgreichste Jahr war. Da ich jedoch 2012 den Weg in eine Beziehung ging und viel im privaten Bereich machte, trat ich etwas kürzer in dieser Hinsicht.

 
 
apshoot111
 

>>>   Die Szene hat sich geändert
 
Ich startete 2002 in die Tuning-Szene, war auf einigen Treffen unterwegs, ganz ohne Kamera, nur zum Spaß. Man lernte sehr viele super Menschen kennen zu denen ich noch heute Kontakt halte und jedes Wochenende auf einem Treffen war einfach in das Gedächnis gebrannt.
 
Bis 2010 machte es mega Spaß nur merkte man so langsam, das sich selbst die Szene spaltet, es gibt wie auch früher schon verschiedene Kategorien in Sachen Tuning nur hat man sich früher mehr respektiert. Heute, in der digitalen Zeit, wird leider zu viel übereinander hergezogen, GFK Umbauten werden schlecht gemacht auf tiefstem Niveau, viele denken die Götter persönlich zu sein, weil sie polarisierende Umbauten vorweisen können und und und. In der Szene ist es sehr stark respektlos geworden wodurch sie weniger Spaß macht, was man gerade auf größeren Events mitbekommt. Klar, es sind nicht alle so, viele sind auf dem Boden geblieben und respektieren die Arbeiten anderer, auch geben viele gerne Hilfestellungen nur sind diese leider immer weniger zu finden hat man das Gefühl.
 

>>>   Fotografen unter sich
 
Was soll man da noch zu sagen, es scheint ein endloser Konkurrenzkampf unter Fotografen zu geben den ich nicht kenne. So gibt es inzwischen Fotografen wie Sand am Meer, was auch gut ist, dadurch strengen sich einige mehr an um etwas heraus zu stechen und somit findet man viele verschiedene Facetten doch scheinen viele Fotografen meinen zu müssen, andere einfach mal scheiße dastehen zu lassen. Was mir in der Zeit so aufgefallen ist ist es, das bekannte und alt eingesessene Fotografen unteinander schon noch zusammenhalten. Einige fallen zwar auch aus dem Ruder, nur Querschläger gibt es überall.
 
Ganz bescheiden jedoch sind die "Fame-Knipser" die sich eine Kamera kaufen, sich eine Facebookseite erstellen, Likes cashen mit allen Mitteln und dann anfangen, über Fotografen herzuziehen weil sie der Meinung sind, so besser dazustehen. Die Qualität der Bilder ist dabei fast immer sehr niedrig doch das scheint eher zweitrangig zu sein. Auch wird es scheinbar so angesehen, das die Follower-Zahl bei Facebook und Co die Bestätigung zu sein scheint sprich, wer mehr Likes und Follower hat, ist der Bessere / die Bessere.
 
Genau diese Leute scheinen die Realität verloren zu haben und das macht einen echt traurig zuzusehen, wie einige doch leider ticken. Gerne werden auch Shootings verschenkt, warum auch nicht, so bildet man sich auch weiter, doch wer Jahre lang nur durch kostenlose Shootings an Shootings heran kommt sollte sich auch überlegen, warum dies so ist und sich nicht durch Likes und Follower bemessen.
 
Auch bekannte Fotografen sind leider manchmal sehr komisch, schaffen es nicht einmal ein "Hallo" über die Lippen zu bekommen oder gar einen Kopfnicken zu übermitteln und da fragt man sich, was bei denen falsch läuft, haben sie Angst vor Konkurrenz, haben sie Vorurteile, sind sie etwas Besseres? Nein, jeder ist gleich, sofern man auf einer normalen Ebene arbeitet und andere Fotografen respektiert. Ich rede ja gerne mit anderen Fotografen, zum Austausch und einfach nur aus Fun, gerne auch gebe ich Hilfestellung und nehme auch Verbesserungsvorschläge an, doch scheint es so, als wäre die Fotografie ein Zaubertrick und der Meister behält seine Geheimnisse alleine und fängt erst kein Gespräch an. Der Respekt untereinander ist schon sehr abgedriftet in den letzten Jahren, leider!
 
Ganz niveaulos wurde es ab 2012, je mehr Events ich besuchte, je mehr spürte man eine Art Hass. Es fing an mit herablassenden Blicken von Leuten wo man sich fragt "Was bilden die sich ein", man wurde über 3 Ecken von Leuten beleidigt, die keinen Bezug zu einem haben, Gerüchte setzte man in die Welt wie "Der Sandmann ist ein Nazi" was man nie beantworten konnte auf meine Frage und das Highlight schoss einer ab der mir persönlich drohte, mir mal den Zeigefinger abschneiden zu lassen was daraus resultierte, das ich ihm wohl nicht passte.
 
Klar, ich schmunzel darüber nur frage ich mich immer, was diese Leute versuchen wollen damit zu erreichen.

trachmaniax


>>>   Resultat
 
Das sind alles Punkte, die mich in der Szene stören. Auch wenn du zu sehr vielen Events eingeladen wurdest und super viele Menschen kennen gelernt hast gab es immer wieder einen faden Beigeschmack. Es ist eben leider nicht die Szene, wie ich sie kennen gelernt habe doch muss man wohl auch mit der Zeit gehen, in der heutigen Zeit ist es wohl so und wird sich auch nicht verhindern lassen.
 
Da mich diese Punkte stören und auf Grund der gescheiterten Beziehung und der daraus folgende Stress mit Umzug und Arbeit ließ mich den Weg gehen, die Tuningszene fotografisch Ende 2014 zu verlassen, wobei ich meine Fahrzeugshootings weiterhin angeboten habe und vollzog. Es war auch ganz gut, ich hatte wieder mehr Zeit für mich und meine Freunde gefunden und landete durch Zufall in die Peoplefotografie, in der ich mich inzwischen auch sehr gut bewege.
 
 

>>>   Wird man den Sandmann wieder auf Treffen sehen und erleben?
 
Das lässt sich mit einem Wort beantworten: JA - jedoch nicht mehr in den Ausmaßen wie man es von mir kennt, da ich inzwischen einige große Projekte zu laufen habe und mit einigen Leuten zusammen arbeite, wodurch meine Zeit sehr begrenzt ist. So war ich dieses Jahr auf 3 Tuning Veranstaltungen, 2 davon auch außerplanmäßig.
 
So war das "ONE-DAY Wittenberge" Event und der "TÜV-Day Oranienburg" spontan besucht, lediglich "LCSGRGE Magdeburg" stand wie jedes Jahr auf dem Plan. Es machte sehr viel Spaß, man traf gute alte bekannte Gesichter, war sehr viel mit Gesprächen beschäftigt und hat nebenbei Bilder gemacht, die im Nachhinein sehr gelobt wurden. Somit werde ich 2017 sicher einige Events einplanen, jedoch keine großen Veranstaltungen (lediglich das Reisbrennen wird angesteuert, sofern das Datum passt) denn die kleinen gemütlichen Treffen zeigen, wie viel Spaß Tuning doch machen kann.
 
Dieses Jahr jedoch wird es jedoch nichts mehr mit einem Treffen anfahren wie es bisher im Terminkalender aussieht.
 
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